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Barrierefreie Internetseite


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Was bedeutet barrierefreie Internet ?

Barrierefreies Internet bedeutet, dass eine Internetseite für jede Benutzergruppe lesbar und bedienbar ist. Sie soll es sowohl unter technischen Aspekten (Browser, Betriebssystem), wie auch bezogen auf die inhaltlichen Gesichtspunkte (Verständlichkeit, Benutzerfreundlichkeit) sein. Zum Beispiel können Blinde nichts mit einer grafischen Navigation anfangen. Sehbehinderte können keine kleinen Texte im Grafikformat lesen.

Um allen Menschen den Zugang zu Informationen zu ermöglichen wurden Richtlinien zum barrierefreien Internet entwickelt. Der Begriff "barrierefrei" ist trotz aller Gesetze, Richtlinien und Initiativen meist nur in Fachkreisen bekannt. Es gibt wenige Nutzer, die sich vorstellen können, dass das Internet seine Grenzen und Barrieren hat. Besonders betroffen sind Senioren und behinderte Menschen. Allgemein herrscht immer noch der Irrglaube, dass ältere und behinderte Menschen das Internet nicht nutzen. Dabei ist der Anteil dieser Zielgruppe in punkto Internetnutzung erstaunlich hoch und diese Tatsache wird von vielen immer noch deutlich unterschätzt.

Die interessanteste Nutzergruppe ist die Generation 50plus
„Silversurfer“ ist eine Bezeichnung für ältere Internet-Nutzer ab einem Lebensalter von ca. 50 Jahren. Der Name ist eine Anspielung auf die vermeintlich silbergrauen Haare älterer Nutzer.
Diese Zielgruppe ist aufgrund der Alterspyramide bereits heute eine stark repräsentierte Nutzergruppe in der Bevölkerung. Etwa 38 % aller Deutschen gehören einer Altersschicht zwischen 50 und 79 Jahren an. Im Alter lassen Reaktionsfähigkeit, Sehvermögen und andere Fähigkeiten oftmals nach. Das führt dazu, dass ältere Internetnutzer häufig mit geringen Bildschirmauflösungen und veränderten Kontrasteinstellungen ins Internet gehen. Viele Internetseiten lassen diese Einstellungen nicht zu und schließen somit eine der Kaufkraft stärksten Gruppen von der Benutzung der Internetseite aus.

Zielgruppe Behinderte Menschen
Besonders die Interessenvertreter der Behindertenverbände kämpfen schon lange für ein barrierefreies Internet. Das hat seinen Grund, denn für behinderte Menschen, ob blind, seh-, hör-, oder körperbehindert, ist ein barrierefreies Internet oft die einzige Möglichkeit, um mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Ende 2001 hat die Statistik alleine in Deutschland rund 6,7 Millionen schwerbehinderte Menschen gezählt. Menschen mit leichter bis mittlerer Behinderung sind in diesen Zahlen gar nicht enthalten. Die tatsächliche Zahl von Menschen mit Behinderung dürfte sogar noch deutlich höher sein.

Eine Umfrage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit hat darüber hinaus gezeigt, dass überproportional viele behinderte Menschen über einen Internetzugang verfügen und das Internet sehr intensiv und mit viel Bedacht nutzen, was sie zu sehr loyalen Kunden macht.

Diese Zugänglichkeitsrichtlinien sind Grundlage einer im Juli 2002 in Kraft getretenen Bundesverordnung zur barrierefreien Informationstechnik. Die gesetzlichen Grundlagen fordern die Umsetzung von Zugangserleichterungen in bestimmten Fristen.