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Taiji

Taiji – Körper und Geist in Einklang bringen

„Taiji ist eine Bewegungskunst, in der man durch die Stille des Herzens seine innere Natur kultiviert und in der Bewegung die Stille sucht*.“ Sie zeichnet sich aus durch langsam kontrolliert ausgeführte Bewegungen, die ineinander übergehen. Taiji kann auch Widerspruch sein – Ying und Yang, Hart und Weich, Voll und Leer. Beim Üben des Taiji gilt es diese Widersprüche zu überwinden und somit „Maß und Mitte“ – Harmonie zu erreichen. Dabei kommt es nicht nur darauf an seinen Körper zu trainieren. Es geht auch darum seinen Geist zu kultivieren.

Am Anfang geht es beim Ausführen des Taiji mehr um die äußeren Bewegungen und deren Korrektheit. Später dann werden diese verfeinert und gehen in den Körper über. Gelingt es dem Übenden seine Vorstellung der eigentlichen Bewegung immer mehr anzupassen, so wird Innen und Außen in Einklang gebracht. Es kommt zu einer bewusst geleiteten Bewegung in der Körper und Geist sich in Harmonie bewegen.

Taiji als Gesundheitssport

Dem Taiji werden eine Reihe von gesundheitsfördernden Eigenschaften zugeschrieben, die wissenschaftlich belegt wurden
- Bessere Durchblutung aufgrund von tiefer und entspannter Atmung
- Verbesserung der Koordination, aufgrund der Ganzkörperbewegung
- Verbesserung der Konzentration, da man sich ganz und gar auf die Bewegung konzentriert.

Dadurch erfolgt ein „Abschalten vom Alltag“, d.h. Entspannung beim Üben, Verbesserung des Gleichgewichtsinns (propriozeptives Training) , Haltungsschäden wird entgegengewirkt, Aufbau der Muskulatur sowie einer Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit.

Nachweislich ist Taiji hilfreich bei Arthrose, Knochenschwäche, Herzproblemen, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Rückenbeschwerden (aus: Havard Women’s Health Watch).

Taiji beim VfL Wolfsburg

Um Anfängern einen leichten Einstieg ins Taiji zu gewähren, bietet die Wushu Abteilung des VfL Wolfsburg regelmäßigAnfängerkurse, die auch von den Krankenkassen bezuschusst werden. Zunächst werden einfache Faustformen geübt. Werden diese beherrscht, können auch Waffenformen erlernt werden.

Chen Taiji

Der Chen Stil ist der älteste Taijiquan Stil. Alle anderen Stile des Taijiquan gehen auf ihn zurück. Wie kein anderer Stil vereint Chen Taijiquan das Konzept Ying und Yang in sich. Der Stil zeichnet sich durch höhere Rhythmik aus, d.h. es kommt zu einem Wechsel von langsamen und etwas schnelleren Bewegungen. Anders als beim Yang Stil, sind die Bewegungen charakterisiert durch spiralförmige und drehende Bewegungen (Seidenspulen). Chen Taiji ist eng verbunden mit Qigong und Atemübungen, da die Atmung ein wichtiger Bestandteil der Übungen ist. Das „Qi schicken“ ist hier elementarer Bestandteil zur korrekten Ausführung.

Yang Taiji

Der Yang Stil entstammt aus dem Chen Stil und wurde von Luchan Yang entwickelt. Dieser hatte zuvor den Chen Stil erlernt. Der Yang Stil zeichnet sich durch große runde Bewegungen aus. Sie sind gleichmäßig in Rhythmus und Tempo.

Die Bewegungen des Yang Stils haben in der 24er Faustform (Pekingform) ihren Ausdruck gefunden. Diese Bewegungen wurden im Jahr 1959 vom Sportministerium in China herausgegeben, um die Volksmassen zur körperlichen Ertüchtigung zu bewegen; mit durchschlagendem Erfolg. Die 24er Faustform ist die wohl am bekanntesten und meist geübteste Taijiquan Form.

Wer sich gern ausprobieren möchte, kommt einfach zu den angegebenen Trainingszeiten vorbei!